Trilaterale Begegnung
mit den Gruppen Bergtal BR, Ina PL, Ihna D
22. – 30. Mai 2026
Im Jahr 2024 blickten in Brasilien lebende Familien deutscher Herkunft auf 200 Jahre Auswanderungsgeschichte zurück. Aus diesem Anlass besuchten die Folkloregruppen Ina aus Goleniów/Polen und Ihna aus Erlangen/Deutschland im August 2024 gemeinsam Brasilien. Sie lernten dabei zahlreiche Kulturgruppen kennen, die sich bis heute ihren deutschen bzw. polnischen Vorfahren verbunden fühlen und daher Tanz, Musik, Trachten und Brauchtum, sowie oft auch die Sprache aus den Auswanderungsregionen pflegen und bewahren.
In 2026 erfolgt nun der Gegenbesuch der „Lustigen Volkstanzgruppe Bergtal“ aus Nova Petrópolis/RS Brasilien, die das kulturelle Erbe ihrer Vorfahren aus Pommern pflegen und bewahren. Im Projekt Folklore im Spiegel treffen sie nun wieder auf die Folkloregruppen Ina aus Goleniów/Polen und Ihna aus Erlangen/Deutschland zum kulturellen Austausch und gemeinsame historische Spurensuche.

Das Projekt „Folklore im Spiegel“ startet in Erlangen, wobei alle ausländischen Teilnehmer der Begegnung in privaten Gastfamilien untergebracht sind. Auf dem Programm stehen Besichtigung und Museumsbesuche in Nürnberg und Erlangen, ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt und nicht zuletzt gemeinsame Besuche der traditionellen Erlanger Bergkirchweih.
Danach reisen die Teilnehmer weiter nach Polen und werden dort historisch bedeutende Städte wie Stettin, Cammin und Wolgast kennenlernen, sowie den Heimatort Gollnow/ Goleniów der Gruppe Ina.
Die Gruppen besuchen die Insel Rügen, um mehr über die Geschichte Vorpommerns sowie die kulturellen Wurzeln der deutschen Auswander*innen zu erfahren. In Göhren werden der Besuch der Ausstellung im Heimatmuseum, die den ländlichen Lebenswelten der Küstenfischer gewidmet ist, sowie ein öffentlicher Auftritt auf der Strandpromenade und ein anschließendes Kennenlernen der Mönchguter Trachtengruppe ein besonderer Höhepunkt sein.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit den musealen Darstellungen traditioneller Kleidung im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Die Teilnehmer haben die Aufgabe das textile Erbe dieser Region mit kleinen Videoclips für die sozialen Netzwerke aufzubereiten.
Das Projekt schafft eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Durch die Begegnung in Erlangen und die gemeinsame Reise nach Polen werden kulturelle Wurzeln, Migrationsgeschichten und regionale Identitäten erfahrbar gemacht.
Das Projekt fördert so den interkulturellen Dialog, stärkt das Bewusstsein für gemeinsame Geschichte und schafft durch die Einbindung privater Gastfamilien (für 52 ausländische Gäste) und öffentlicher Auftritte eine nachhaltige gesellschaftliche Wirkung. Diese Verbindung von Kultur, Geschichte und lebendiger Begegnung macht das Projekt besonders beachtenswert.
